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Otfried Preußler - Schriftsteller und Pädagoge
Otfried
Preußler hat als praktischer Pädagoge begonnen, und zwar als
Volksschullehrer, der er bis 1970 geblieben ist. Als Schulmeister, wie
er sich selbst voller Stolz bezeichnet, hat er sein bevorzugtes Publikum
kennengelernt, die Kinder. Auch als Schriftsteller ist er praktischer Pädagoge
geblieben; obzwar er die Kinderliteratur nicht als verlängerten Arm der
Schule missverstanden sehen möchte, gehen von seinen Büchern
elementare pädagogische Impulse aus, vor allem in den Bereichen der
sprachlichen und emotionalen Bildung, hauptsächlich jedoch im Hinblick
auf die Entwicklung und Pflege der kindlichen Phantasie. Seine Angebote
als Geschichtenerzähler sind Spielwiesen für die Phantasie. Bezeichnend für die pädagogische Qualität seiner Bücher ist, dass mit ihrer Hilfe gerade im heilpädagogischen Bereich nachweisbare Erfolge erzielt werden konnten, etwa bei sprech- und hörgeschädigten Kindern, bei verhaltensgestörten Mädchen und Buben und bei der Betreuung von Legasthenikern. In zahlreichen Reden, Aufsätzen und Interviews hat sich Otfried Preußler auch theoretisch zu Wort gemeldet, als Anwalt der Kinder und als pädagogischer Mahner. Über Otfried Preußler, seine Bücher und ihre Bedeutung etwa für den Unterricht, die Leseerziehung, die von ihnen ausgehenden kreativen Impulse, sind im deutschen Sprachgebiet bisher mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten verfasst worden.
1976 wurde in Dillenburg die erste Schule nach ihm benannt, weitere Otfried-Preußler-Schulen folgten.
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